Vom 13. bis 15. April 2025 findet in Aachen der 24. Europäische Kongress für Trauma- und Notfallchirurgie (ECTES) der European Society for Trauma and Emergency Surgery (ESTES) statt. Hierzu werden hochrangige internationale Experten sowie eine Delegation aus der Ukraine erwartet.
„Neben dem wissenschaftlichen Austausch zu den neuesten Entwicklungen in der Unfall- und Notfallchirurgie werden aktuelle Themen wie die veränderte Sicherheitslage in Europa und ihre Auswirkungen auf die medizinische Versorgung in Sitzungen mit der Bundeswehr, europäischen Militärpartnern und den BG Kliniken unter Einbeziehung des deutschen TraumaNetzwerks DGU besprochen“, erklärt der Direktor der Klinik für Orthopädie, Unfall- und Wiederherstellungschirurgie der Uniklinik RWTH Aachen, Univ.-Prof. Dr. med. Frank Hildebrand, in seiner Funktion als ECTES-Präsident und 2. Vizepräsident der DGU.
Eine große ukrainische Delegation wird auf dem Kongress erwartet – ein Zeichen für die Bedeutung der internationalen Zusammenarbeit, die sich u.a. auch in der seit Kriegsbeginn stattfindenden Versorgung ukrainischer schwerverletzter Personen in deutschen Krankenhäusern widerspiegelt. Zentrale Themen für die ukrainischen Kolleginnen und Kollegen sind die Etablierung eines modernen Traumasystems in der Ukraine und der Erfahrungsaustausch hinsichtlich krisen- und kathastrophenbedingter Notfälle und deren Auswirkungen. Der ukrainische Prof. Mykola Ankin, Präsident der All-Ukrainian Association of Injury and Rehabilitation (ASIR), betont in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Ausbildung von Unfallchirurgen, da ihre Erfahrung und ihr Fachwissen bei der Versorgung in Krisensituationen eine entscheidende Rolle spielen.
Darüber hinaus wird über die Notwendigkeit einer verbesserten Gesundheitsversorgung im Krisenfall diskutiert. Dazu findet auf dem ECTES ein assoziiertes Symposium zur Militärchirurgie statt, das durch die Sektion Disaster & Military Surgery der ESTES und die DGU-Sektion Einsatz-, Katastrophen- und Taktische Chirurgie (EKTC) vorbereitet wurde. Das Symposium bietet eine Plattform für den Austausch zur Vorbereitung auf Gewalt-, Krisen- und Kriegsszenarien. Im internationalen Dialog mit Vertreterinnen und Vertretern verschiedener Nationen und Militärs stehen Versorgungskonzepte, Ausbildung, Training und weitere fachliche Kooperationen im Fokus.